Als Vorbereitung auf die Meisterschaften, aber auch um das sportliche
Schießen, besonders die Freundschaftlichen Beziehungen zwischen den einzelnen
Bruderschaften zu fördern, werden jährlich innerhalb des Bezirks Schwalmtal-Brüggen
und Dülken die Bruderschafts-Vergleichskämpfe (Rundenwettkämpfe) durchgeführt.
Sie sollen fair und im Bruderschaftsgeiste durchgeführt werden.
Mit der neunten Auflage der Sportordnung wurde den Bezirken die Organisation der
Rundenwettkämpfe übertragen.
Die nachfolgenden Regelungen sind dabei als Unterstützung und Lektüre gedacht.
Sie bauen besonders stark auf den offenen Dialog der Mannschaften untereinander.
Ergänzend gelten die gesetzlichen Vorschriften sowie die Sportordnung des Bundes
der historischen deutschen Schützenbruderschaften.
1.1 Klasseneinteilung, Gruppenleiter, Mannschaftsmeldungen,
Versicherungs.nachweis
2. Durchführung
2.1 Termine
2.2 Vorschiessen
2.3 Wettkampf
2.4 Wertung, Listen, Info des Gruppenleiters
3. Tabellen
1. Klasseneinteilung - Auf-/Abstieg
1.1. Klasseneinteilung, Gruppenleiter, Mannschaftsmeldungen,
Versicherungsnachweis
Die Gesamtleitung der Rundenwettkämpfe obliegt dem Bezirksschießmeister.
Zur Betreuung der einzelnen Klassen werden Gruppenleiter von der Schießmeisterversammlung
gewählt.
Der Gruppenleiter überwacht die Wettkämpfe und erstellt die Ergebnislisten.
Für die Rundenwettkämpfe werden Mannschaften mit bis zu zehn, in Ausnahmefällen
12 Schützen aufgestellt.
Ober die Zulassung einer Mannschaft mit mehr als 10 Schützen wird ein einem Gespräch
zwischen Gruppenleser, Schießmeister des betroffenen Vereins und dem Bezirksschießmeister
beraten.
Eine Unterteilung in Altersklassen findet nicht statt.
Sofern Schützen in einer Disziplin oder allgemeinen Klasse schießen; erhalten
sie kerne Vergünstigungen wie angestrichenen Anschlag, angestrichenes Schießen
o.ä.
Die Mannschaftsmeldungen sind bis zur Herbstversammlung dem Bezirksschießmeister
zuzuleiten. Sie beinhalten die Bestätigung der Bruderschaft, daß alle Schützen
ausreichend versichert sind. Es besteht die Möglichkeit, eine Mannschaftsänderung
zu erwirken. Diese muß mit dem im Anhang dargestellten Meldebogen dem Bezirksschießmeister
angezeigt werden.
Es findet ein Auf- und Abstieg statt. Die beste Mannschaft einer Klasse steigt
in die höhere Klasse auf, dafür muß die schlechteste Mannschaft der höheren Klasse
absteigen. Reduziert sich die Anzahl der Mannschaften einer Klasse durch Abmeldungen
wird diese aus der darunterliegenden Klasse gemäß den Platzierungen des Vorjahres
aufgefüllt.
Die Klasseneinteilung kann aus besonderem Grund durch die Schießmeisterversammlung
bestimmt werden. Als besonderer Grund gelten insbesondere organisatorische Maßnahmen,
nicht jedoch z.B. der Ausfall einer höher eingruppierten Mannschaft einer Bruderschaft.
Die Bruderschaften können mit beliebig vielen Mannschaften an
den Kämpfen teilnehmen.
Nach Möglichkeit sollen in einer Gruppe nicht zwei Mannschaften einer Bruderschaft
kämpfen.
Die Gruppenleiter erhalten Durchschriften der Mannschaftsmeldungen.
Beim ersten Wettkampftag sind die grünen Versicherungskarten vom jeweiligen
Gegner zu kontrollieren.
Die Karten sind mit Lichtbild zu versehen, vollständig ausgefüllt und von Brudermeister
und Schützen zu unterzeichnen.
Schützen, deren Versicherungskarte nicht diesen Regelungen entspricht dürfen
nicht zum Schießen zugelassen werden.
Für die ordnungsgemäße, vollständige Ausfertigung ist der Schießmeister verantwortlich!
Schußzahlen der einzelnen Klassen:
| Klasse | Schußzahl je Schütze | Schuß je Spiegel | Schießzeit incl. Probeschießen |
| 1. Bezirks- | 30 | 1 | 55 Minuten |
| 2. Bezirks- | 25 | 1 | 46 Minuten |
| 3. Bezirks- | 20 | 1 | 37 Minuten |
| 1. Kreis- | 15 | 1 | 27,5 Minuten |
| 2. Kreis- | 15 | 1 | 27,5 Minuten |
| 3. Kreis- | 15 | 3 | 27,5 Minuten |
| 4. Kreis- | 15 | 3 | 27,5 Minuten |
Es darf auf Einzelscheiben oder Streifen geschossen werden.
2.1. Termine
Der Bezirksschießmeister teilt die Reihenfolge der Begegnungen
anhand des Vorjahresringschnittes so ein, daß zum Ende von Hin- bzw. Rückrunde
die knappsten/spannendsten Wettkämpfe zu erwarten sind.
In der Hinrunde ist die links aufgeführte Mannschaft Gastgeber, in der Rückrunde die rechts stehende Mannschaft.
Die Endtermine werden vom Bezirksschießmeister festgelegt. Spätestens an diesem Freitag, 20:00 Uhr sind die Wettkämpfe zu schießen.
Notwendige/sinnvolle Terminverschiebungen sind durch die Mannschaftsführer
in einvernehmlichcr Abstimmung vorzunehmen. Sofern eine Verschiebung nach dem
Wettkampftermin unumgänglich ist, ist diese mit dem Gruppenleiter abzustimmen.
Dieser hat dabei strenge Maßstäbe anzulegen.
Nach einer Wartezeit von 30 Minuten gilt der Kampf für die nicht
angetretene Mannschaft als verloren.
Die angetretene Mannschaft kann unter der Aufsicht eines vom
Gruppenleiter (in seiner Abwesenheit vom Bezirksschießmeister benannten Neutralen
schießen. Ist an dem Tage kein Neutraler anwesend, so wird mit dem Gruppenleiter
ein neuer Termin abgestimmt und ein Neutraler vereinbart. Das Ergebnis wird
gewertet, als wenn ein Gegner vorhanden gewesen wäre, das Schießen kann auf
eigenem Stand durchgeführt werden.
Bei nachweislichen Verspätungen, insbesondere infolge höherer Gewalt setzt der Gruppenleiter einen neuen Termin fest.
2.2. Vorschießen
Ist ein Schütze am Tage des Wettkampfes verhindert, so kann er
insbesondere in nachfolgenden Fällen ein Vorschießen mit dem gegnerischen Mannschaftsführer
vereinbaren:
Aufgaben des Bundes, der Diözese oder des Bezirksvorstandes
taggleich Wettkämpfe m mehreren Disziplinen (LG/LP)
Berufliche Gründe, insbesondere Schichtdienst
Schützen, die Vorschießen möchten sind dem gegnerischen Mannschaftsführer namentlich
mit dem Grund für das Vorschießen zu nennen.
In bruderschaftlichem Sinne ist eine Einigung über Ort und Zeit des Vorschießens
zu treffen. Grundsätzlich muß der Schütze auf dem Schießstand des Gegners vorschießen.
Das Ergebnis zählt. als ob es am Tage des Wettkampfes erzielt worden wäre.
Mit dem Gegner kann ein Vorschießen unter neutraler Aufsicht vereinbart werden.
Vorgeschossene Serien sind auf der Rückseite der ersten Wertungsscheibe mit nachfolgenden
Angaben zu versehen:
Vorschießen abgesprochen mit: Name
Name des Schützen:
Ort und Datum des Vorschießens sowie ggf. Name des gastgebenden Vereins.
Ggf. Name und Verein Des Neutralen in lesbarer Schrift
Unterschrift des Neutralen
Ein Nachschießen ist auf keinen Fall gestattet.
Ein Vorschießen ohne vorherige Absprache mit dem Mannschaftsführer des Gegners
ist nicht erlaubt. Sollte eine derartige Serie vorgelegt werden, ist die Wertung
dieser Serie von der gegnerischen Mannschaft zu verweigern,
Sofern nicht ausdrücklich vereinbart wird, daß dieser Schütze "außer der
Wertung" schießt, werden vorgeschossene Serien für die Mannschaftswertung
aufgestellt.
Es dürfen im Höchstfall 3 Schützen pro Mannschaft vorschießen. Sollten mehr Schützen
vorschießen wollen, ist ein neuer Wettkampftermin zu vereinbaren.
2.3. Der Wettkampf
Vor Beginn jedes Wettkampfes müssen die Schießausweise und die jeweilige Mannschaftszusammenstellung schriftlich vorliegen. Dabei werden bis zu sechs Schützen für die Mannschaftswertung benannt, weitere Schützen können für die Einzelwertung insbesondere um Wettkampfpraxis zu gewinnen am Wettkampf teilnehmen.
Die Wettkampfzeit richtet sich nach der Zahl der vorhandenen Schießstände:
| 4 Stände a 15 Schuß | = 1:30 Stunden |
| 4 Stände a 30 Schuß | = 3:00 Stunden |
| 6 Stände a 15 Schuß | = 1:00 Stunde |
| 6 Stände a 30 Schuß | = 2:00 Stunden |
Innerhalb dieser Zeit müssen alle Schützen ihre Serie beendet haben. Ein Nachschießen
ist nicht gestattet. Bei größeren Schießständen sollte der Wettkampf in zwei Lagen
ausgetragen werden.
Sofern ein Doppelwettkampf stattfinden soll, müssen alle beteiligten Mannschaften
rechtzeitig vorher zustimmen.
Der Gastgeber stellt die Wettkampfscheiben und Munition. Es darf eigene Munition
verwendet werden.
Die Wettkampfscheiben werden vor dem Kampf von den Mannschaftsführern jeder Brüderschaft
geprüft.
Wertungsscheiben dürfen nicht mit Namen der Schützen beschriftet oder in anderer
Weise kenntlich gemach werden. Sie sind vom Gast abzulehnen.
Beide Mannschaften stellen die Standaufsicht.
2.4. Wertung, Listen, Info des Gruppenleiters
Die Auswertung der Scheiben wird von je einem Vertreter der beteiligten Bruderschaften
vorgenommen und durch Unterschrift bestätigt.
Wird keine Einigung bei der Auswertung erzielt, so sind die beschossenen Scheiben
und ein kurzer Bericht dem Gruppenleiter vorzulegen.
Der Gruppenleiter teilt beiden Mannschaften seine Entscheidung mit.
Das Ergebnis der vier besten Schützen einer Mannschaft zählt als Mannschaftsergebnis.
Eine Einzelwertung wird vorgenommen.
Die siegende Mannschaft erhält zwei Pluspunkte, die unterlegene Mannschaft zwei
Minuspunkte.
Endet ein Kampf ringgleich, so bekommt jede Mannschaft einen Plus- und einen Minuspunkt.
Die gastgebende Bruderschaft hat sofort noch Beendigung des Wettkampfes die Ergebnisliste
dem Gruppenleiter zuzusenden. Geht diese nicht bis zum auf den Endtermin folgenden
Mittwoch beim Gruppenleiter ein, wird die gastgebende Mannschaft mit zwei zusätzlichen
Minuspunkten bedacht. Sofern das Ergebnis zum Zeitpunkt der Erstellung einer Tabelle
nicht vorliegt, wird das Ergebnis in dieser als nicht vorliegend vermerkt.
Die Mannschaft mit den meisten Pluspunkten ist Gruppensieger
und Aufsteiger in die nächsthöhere Klasse. Haben mehrere Mannschaften dieselbe
Punktzahl, so ist die Mannschaft mit den meisten Ringen die bessere.
Sind Ringe und Punkte gleich. so muß unter neutraler Aufsieht
ein Entscheidungskampf ausgetragen werden.
Eine Ausnahme bildet die 1. Bezirksklasse, in der ein Aufstieg
nur dann erfolgt, wenn der Ringschnitt der erstplazierten Mannschaft zu den
besten zwei Ergebnissen des Bereiches Aachen-Nord zählt.
Es erfolgt ein einheitlicher Aufbau der Ergebnislisten nach
folgendem Schema:
Beispiel:
| 1. Wettkampftag: | Verein 1 | : | Verein 2 | Ergebnis |
| 2. Wettkampftag: | Verein 1 | : | Verein 2 | Ergebnis |
Tabelle Mannschaftswertung:
| Plazierung | Vereinsname | Kämpfe | Punkte | Ringe | Schnitt |
| 1. (2.) | St. Verein | 4 | 2:2 | 2008 | 502 |
| usw. |
Tabelle Einzelwertung:
| Plazierung | Name des Schützen | Kämpfe | Ringe | Schnitt |
| 1. (2.) | Willi Mustermann | 4 | 520 | 130 |
| usw. |
| 1. Wettkampftag: | Bester Einzelschütze | Name des Schützen | Ringe |
| Bestes Mannschaftsergebnis | Name des Vereins | Ringe | |
| 2. Wettkampftag: | Bester Einzelschütze | Name des Schützen | Ringe |
| Bestes Mannschaftsergebnis | Name des Vereins | Ringe |
Diese Art der Listenerstellung soll gleichzeitig die Schützen und Schützinnen zu besseren Leistungen motivieren und erleichtert den Überblick einer Tabelle.
Verantwortlich:
Klaus van Gansewinkel
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